Inklusion & Anti-Bias: Literaturtipps

Das Handbuch zur vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung. Vielfalt als Chance - Grundlagen einer vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung.

Petra Wagner, Hg. (2008), Verlag Herder.

Jana darf nicht mitspielen, weil sie ein Mädchen ist; und der dunkelhäutige Ben ist genervt, die anderen sagen Schokokeks zu ihm. Schon früh lernen Kinder, dass unterschiedliche Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Religion mit Wertungen verbunden sind. Wie können ErzieherInnen Diskriminierung zur Sprache bringen? Was können sie tun, um gleiche Bildungschancen für alle Kinder zu gewährleisten? Was brauchen Kinder, um sich selbst und andere besser zu verstehen? Wie können Unterschiede zu Bildungsprozessen anregen, die das Weltwissen aller Kinder anreichern? All diese Fragen werden theoretisch fundiert und praxisnah im Handbuch Kinderwelten erörtert. Dabei wird gezeigt, wo Ausgrenzung in der Kita geschieht und wie ErzieherInnen gegensteuern können. Beiträge zur Moralentwicklung bei Kindern, zur respektvollen Zusammenarbeit mit Eltern, aktuelle Entwicklungen und Erkenntnisse aus den USA sowie die vom europäischen Netzwerk DECET entwickelten Qualitätskriterien für Vielfalt und Gleichwürdigkeit liefern dabei zudem wichtige Impulse für die Praxis im Kindergarten.
Wer früher philosophiert, ist länger weise.

Sir Peter Ustinov Institut, Hg. (2007). Studienreihe Konfliktforschung, Band 20.

„Vorurteile in der Kindheit: Wie entstehen sie? Wie kann man gegensteuern?“ – Mit diesen Themen befassten sich im März vergangenen Jahres Psychologen, Pädagogen und Neurologen auf einer Tagung des Peter-Ustinov-Instituts in Wien. Der Braumüller Verlag hat dazu in der Reihe Konfliktforschung den Band „Vorurteile in der Kindheit“ mit Beiträgen und Diskussionen der Tagung veröffentlicht.
In dem Buch erörtert der Kinder- und Jugendpsychiater Max Friedrich die Frage, wie Kinder Vorurteile erwerben und wie diesem Prozess entgegengesteuert werden kann. Neben der sicherlich wichtigen theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema kommen PraktikerInnen zu Wort: Sie schildern anschaulich ihre Erfahrungen in der Schule und dem Kindergarten im Umgang mit Stereotypen und Pauschalurteilen. Bereits die Auswahl der Kinderbücher, Bastelmaterialien und anderer Medien habe Einfluss auf die Wahrnehmung der Kinder. Beispiele verdeutlichen, wie gemeinsames Lernen von Kindern mit unterschiedlichen Biografien, Erwartungen, Muttersprachen, kulturellen, nationalen und religiösen Erfahrungen gut gelingen kann.
Das Sir Peter Ustinov Institut zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen ist auf Anregung und unter persönlicher Mitwirkung von Sir Peter Ustinov, Schauspieler und Autor, im Jahre 2003 in Wien als Verein gegründet worden. Ziel der Institutsleitung ist, die Einrichtung zu einem internationalen Kompetenzzentrum zur Erforschung des Entstehens von Vorurteilen und zur Entwicklung von Strategien zu ihrer Bekämpfung zu machen.



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