"Vielfalt gestalten" in Bonn
Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften - iaf e. V. ist verantwortlich für die Projektarbeit in drei Bonner Kitas. Weitere Informationen zum Verband finden Sie hier.
Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger
Auftaktveranstaltung des Bonner Projektteils am 30.10.2007 in der Kindertagesstätte Unterm Regenbogen, Bonn
v.l.n.r. Mechthild Kleine-Salgar (Vielfalt gestalten),
Marlies Wehner (Vielfalt gestalten),
Udo Stein (Leiter des Jugendamtes),
Donja Amirpur (Vielfalt gestalten),
Gudrun Graichen-Drück (Vorstand AktionCourage e.V.),
Felix von Grünberg (Vorstandsvorsitzender AktionCourage e.V.),
Tacki, Lukas und Christopher (Kita "Unterm Regenbogen")
Zur interkulturellen Arbeit im Elementarbereich
• Die Mehrheit der Kindergärten NRWs ist heute um eine interkulturelle Öffnung des Kindergartenalltags bemüht. Vor allem Einrichtungen, die einen hohen Anteil von Kindern mit unterschiedlichem kulturellen, sozialen, religiösen und sprachlichen Familienhintergrund betreuen, arbeiten – zum Teil bereits seit vielen Jahren – auf der Basis oder in Anlehnung an verschiedene interkulturelle Konzepte und Ansätze. Dabei bleibt es in der Regel dem Engagement und der Kreativität des jeweiligen Teams überlassen, wie interkulturelle Erziehung definiert und wie sie konkret umgesetzt wird. Viele Fragen, Schwierigkeiten und Unsicherheiten bleiben dabei bestehen. Sie sind häufig Anlass für Unzufriedenheit und Frustrationen. Ideen und Vorsätze verpuffen nicht selten im Arbeitsalltag mit seinen vielfältigen Anforderungen und Belastungen.
• Die wenigsten Fachkräfte wurden in ihrer Ausbildung für die Arbeit mit multikulturellen Gruppen qualifiziert. Zwar gibt es inzwischen eine Fülle von Weiterbildungsangeboten und Publikationen zum interkulturellen Lernen, aber kaum Zeit und Hilfestellung für eine umfassende Auseinandersetzung, die erforderlich wäre, um tatsächlich einen Veränderungsprozess in Gang zu setzen. Eine fundierte Neugestaltung und die Entwicklung eines angemessenen Konzeptes zur Integration und zum Umgang mit der Vielfalt der ihnen anvertrauten Kinder lässt sich von Kindergärten nicht nebenbei bewältigen.
• Spätestens seit die Ergebnisse der ersten PISA-Studie bekannt wurden, ist der Bildungsauftrag des Kindergartens verstärkt ins Blickfeld gerückt. Sie haben deutlich gemacht, dass Kinder aus sozial schwachen Familien und Kinder aus Migrantenfamilien im herkömmlichen Bildungssystem besonders benachteiligt sind. Der Kindergarten soll deshalb stärker als bisher dazu beitragen, dass diese Kinder beim Eintritt in die Schule bessere Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn mitbringen.
Integration der Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund wird dabei vor allem durch Sprachförderung angestrebt, wobei in der Regel die alleinige Förderung der Kenntnisse und des Gebrauchs des Deutschen im Mittelpunkt steht.
• Zweifelsohne ist gezielte Sprachförderung ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Bildungschancen benachteiligter Kinder. Kindergärten verstehen ihren Erziehungs- und Bildungsauftrag jedoch viel umfassender. Ihr Ziel ist es, alle Kinder darin zu unterstützen, sich zu selbstbewussten, weltoffenen, kompetenten und verantwortungsvollen Persönlichkeiten zu entwickeln, die ihre Lebenswelt gemeinschaftlich und demokratisch gestalten. Sprachförderung muss deshalb eingebettet sein in ein Gesamtkonzept des gemeinsamen Lernens, an dem alle, unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft, Aussehen, Geschlecht, Fähigkeiten oder anderer Merkmale ebenbürtig beteiligt sind.
Bezogen auf den Bildungsauftrag des Kindergartens heißt das, individuelle, soziale und kulturelle Unterschiede ausdrücklich wahrnehmen und respektieren, und sich dafür einsetzen, dass diese Unterschiede nicht ausgrenzen.
Was aber heißt das konkret? Wie können Kitas diesem Anspruch gerecht werden und welche Unterstützung und Hilfestellung benötigen sie dazu? Wie gelingt die Gestaltung von Vielfalt in einer Kita, die alle Beteiligten (Kinder, Eltern und MitarbeiterInnen) mit ihren jeweiligen Besonderheiten und Bedürfnissen gleichwertig einbezieht?
Die Arbeit mit dem Anti-Bias-Approach ermöglicht Erzieherinnen und Erziehern die Auseinandersetzung mit diesen Fragestellungen und bietet Ansatzpunkte und Methoden, um dem o.g. Ziel näher zu kommen.
• Die Mehrheit der Kindergärten NRWs ist heute um eine interkulturelle Öffnung des Kindergartenalltags bemüht. Vor allem Einrichtungen, die einen hohen Anteil von Kindern mit unterschiedlichem kulturellen, sozialen, religiösen und sprachlichen Familienhintergrund betreuen, arbeiten – zum Teil bereits seit vielen Jahren – auf der Basis oder in Anlehnung an verschiedene interkulturelle Konzepte und Ansätze. Dabei bleibt es in der Regel dem Engagement und der Kreativität des jeweiligen Teams überlassen, wie interkulturelle Erziehung definiert und wie sie konkret umgesetzt wird. Viele Fragen, Schwierigkeiten und Unsicherheiten bleiben dabei bestehen. Sie sind häufig Anlass für Unzufriedenheit und Frustrationen. Ideen und Vorsätze verpuffen nicht selten im Arbeitsalltag mit seinen vielfältigen Anforderungen und Belastungen.
• Die wenigsten Fachkräfte wurden in ihrer Ausbildung für die Arbeit mit multikulturellen Gruppen qualifiziert. Zwar gibt es inzwischen eine Fülle von Weiterbildungsangeboten und Publikationen zum interkulturellen Lernen, aber kaum Zeit und Hilfestellung für eine umfassende Auseinandersetzung, die erforderlich wäre, um tatsächlich einen Veränderungsprozess in Gang zu setzen. Eine fundierte Neugestaltung und die Entwicklung eines angemessenen Konzeptes zur Integration und zum Umgang mit der Vielfalt der ihnen anvertrauten Kinder lässt sich von Kindergärten nicht nebenbei bewältigen.
• Spätestens seit die Ergebnisse der ersten PISA-Studie bekannt wurden, ist der Bildungsauftrag des Kindergartens verstärkt ins Blickfeld gerückt. Sie haben deutlich gemacht, dass Kinder aus sozial schwachen Familien und Kinder aus Migrantenfamilien im herkömmlichen Bildungssystem besonders benachteiligt sind. Der Kindergarten soll deshalb stärker als bisher dazu beitragen, dass diese Kinder beim Eintritt in die Schule bessere Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn mitbringen.
Integration der Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund wird dabei vor allem durch Sprachförderung angestrebt, wobei in der Regel die alleinige Förderung der Kenntnisse und des Gebrauchs des Deutschen im Mittelpunkt steht.
• Zweifelsohne ist gezielte Sprachförderung ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Bildungschancen benachteiligter Kinder. Kindergärten verstehen ihren Erziehungs- und Bildungsauftrag jedoch viel umfassender. Ihr Ziel ist es, alle Kinder darin zu unterstützen, sich zu selbstbewussten, weltoffenen, kompetenten und verantwortungsvollen Persönlichkeiten zu entwickeln, die ihre Lebenswelt gemeinschaftlich und demokratisch gestalten. Sprachförderung muss deshalb eingebettet sein in ein Gesamtkonzept des gemeinsamen Lernens, an dem alle, unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft, Aussehen, Geschlecht, Fähigkeiten oder anderer Merkmale ebenbürtig beteiligt sind.
Bezogen auf den Bildungsauftrag des Kindergartens heißt das, individuelle, soziale und kulturelle Unterschiede ausdrücklich wahrnehmen und respektieren, und sich dafür einsetzen, dass diese Unterschiede nicht ausgrenzen.
Was aber heißt das konkret? Wie können Kitas diesem Anspruch gerecht werden und welche Unterstützung und Hilfestellung benötigen sie dazu? Wie gelingt die Gestaltung von Vielfalt in einer Kita, die alle Beteiligten (Kinder, Eltern und MitarbeiterInnen) mit ihren jeweiligen Besonderheiten und Bedürfnissen gleichwertig einbezieht?
Die Arbeit mit dem Anti-Bias-Approach ermöglicht Erzieherinnen und Erziehern die Auseinandersetzung mit diesen Fragestellungen und bietet Ansatzpunkte und Methoden, um dem o.g. Ziel näher zu kommen.




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